Die Gemeinschaft der Pfadfinder

...definition des pfadfindertums

Die Pfadfinderbewegung ist von unserem Gründer, Lord Robert Stephenson Smith Baden Powell of Gilwell (Kurz: BiPi) definiert als: "Eine freiwillige, nicht-politische Erziehungsbewegung für junge Leute, die offen ist für alle, ohne Unterschiede von Herkunft, Rasse oder Glaubensbekenntnis, übereinstimmend mit dem Zweck, den Prinzipien und der Methode, die vom Gründer, der Bewegung entwickelt wurden."

Unter dem Begriff Bewegung versteht man eine Serie von organisierten Aktivitäten, die auf ein Ziel gerichtet sind. Eine Bewegung bedeutet deshalb beides: ein Ziel, das erreicht werden soll und einige organisatorische Maßnahmen, um dies zu garantieren.

Der freiwillige Charakter des Pfadfindertums betont die Tatsache, dass Mitglieder sich durch ihren eigenen freien Willen der Bewegung anschließen und die Grundlagen der Bewegung akzeptieren.

Die Erziehungsbewegung Pfadfinder ist in dem Sinne nicht-politisch. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Pfadfindertum von den politischen Gegebenheiten in einem Land total abgeschieden ist. In erster Linie ist es eine Bewegung, deren Ziel es ist, verantwortungsbewusste Bürger zu erziehen. Diese Erziehung kann nicht ohne das Bewusstsein für die politischen Gegebenheiten im jeweiligen Land geschehen.

Das Pfadfindertum wird als eine Erziehungsbewegung definiert. Im weitesten Sinne kann Erziehung als Prozess definiert werden, der auf die vollständige Entwicklung der Anlagen eines Menschen zielt (Mündigkeit). Das Pfadfindertum muss daher klar von einer reinen Freizeitbewegung unterschieden werden. Trotz der Wichtigkeit der Freizeitaktivitäten im Pfadfindertum sind diese lediglich ein Mittel, um die Ziele zu erreichen, und nicht selbst das Ziel.

Das Pfadfindertum wendet sich an junge Leute. Es ist eine Jugendbewegung in der die Rolle der Erwachsenen darin besteht, jungen Menschen zu helfen, die Ziele des Pfadfindertums zu erreichen.

...zweck des pfadfindertums

Der Zweck der Pfadfinderbewegung ist es: "zur Entwicklung junger Menschen beizutragen, damit ihre vollen körperlichen, intellektuellen, sozialen und geistigen Fähigkeiten als Persönlichkeiten, als verantwortungsbewusste Bürger und als Mitglieder ihrer örtlichen, nationalen und internationalen Gemeinschaft einsetzen können."

Diese Beschreibung des Ziels unterstreicht den erzieherischen Charakter der Bewegung, der auf die ganzheitliche Entwicklung der individuellen Anlagen zielt.

Ein Grundprinzip der Erziehung ist, dass die verschiedenen Bereiche eines Menschen - körperlich, intellektuell, sozial und geistig - nicht isoliert von einander entwickelt werden können. Der Prozess der Persönlichkeitsentwicklung kann nur ganzheitlich erfolgen.

Das Pfadfindertum ist natürlich nur ein Faktor in der Entwicklung junger Menschen. Es möchte weder Familie, Schule, religiöse oder soziale Einrichtungen ersetzen, sondern die Erziehungsbemühungen dieser Einrichtungen ergänzen.

...prinzipien des pfadfindertums

Die Prinzipien sind die fundamentalen Regeln und Einstellungen, welche zur Erreichung des Ziels beachtet werden müssen. Sie beschreiben einen Verhaltenskodex, der alle Mitglieder charakterisiert. Das Pfadfindertum basiert auf drei Grundprinzipien, die seine fundamentalen Regeln und Einstellung beschreibt.

Diese sind:

  • Die Pflicht gegenüber Gott, welche die persönliche Beziehung zu den geistigen Werten des Lebens beschreibt.
  • Die Pflicht gegenüber Dritten, welche die persönliche Beziehung zur Gesellschaft charakterisiert.
  • Die Pflicht gegenüber sich selbst.

Die Pflicht gegenüber Gott

Dieses Prinzip der Pfadfinderbewegung wird definiert als "Festhalten an geistlichen Grundsätzen, Treue zur Religion, die diese ausdrückt, und Anerkennen von Verpflichtungen, die daraus erwachsen."

über den Ursprung der Religion im Pfadfindertum befragt, antwortet BiPi: "Sie kommt nicht hinein. Sie ist bereits da. Die Religion ist ein grundlegender Faktor des Pfadfindertums."

Die Pflicht gegenüber Dritten

Dieses Prinzip wird definiert als "Treue gegenüber dem eigenen Land in übereinstimmung mit dem Wirken für örtlichen, nationalen und internationalen Frieden, für Verständigung und Zusammenarbeit. Des weiteren als Mitarbeit an der Weiterentwicklung einer Gesellschaft mit Achtung und Ehrfurcht vor der Würde des Mitmenschen und der Unversehrtheit der Natur."

Die Pflicht gegenüber sich selbst

Dieses Prinzip wird definiert als "Verantwortlichkeit für die eigene Weiterentwicklung." Dies entspricht der Erziehungsabsicht für die Pfadfinderbewegung. Das Ziel ist die Unterstützung junger Menschen in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit. In dieser Hinsicht spielen Gesetz und Versprechen eine grundlegende Rolle.

...methoden des pfadfindertums

Eine Methode kann entweder als Mittel, das zur Zielerreichung benutzt wird, oder aber als Abfolge von Schritten auf das Ziel hin definiert werden. Wenn, wie das bei der Pfadfinderbewegung der Fall ist, eine Bewegung auf gewissen Grundlagen basiert, so müssen die Methoden auf diesen Grundlagen aufbauen.

Die pfadfinderische Methode ist definiert als "ein System fortschreitender Selbsterziehung" durch:

  • Gesetz und Versprechen
  • Learning by doing
  • Bildung kleiner Gruppen (Rudel und Sippen)
  • Fortschreitende und attraktive Programme verschiedenartiger Aktivitäten (Probenordnung)

Dieses Prinzip wird definiert als "Verantwortlichkeit für die eigene Weiterentwicklung." Dies entspricht der Erziehungsabsicht für die Pfadfinderbewegung. Das Ziel ist die Unterstützung junger Menschen in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit. In dieser Hinsicht spielen Gesetz und Versprechen eine grundlegende Rolle.

Obwohl das Pfadfindertum, je nach den Bedürfnissen der jeweiligen Gesellschaft, in vielen verschiedenen Formen existiert, sind dies die allgemein gültigen Grundlagen, die die Pfadfinderbewegung weltweit verbinden. Diese Grundlagen sind in der Satzung der Weltorganisation der Pfadfinder festgelegt und Charakterisieren alle Mitgliedsorganisationen von WOSM

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